Praxen für Psychologie und Psychotherapie Aachen

Psychotherapie:

Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie:

In unseren Praxen bietet Frau Bein-Kürten tiefenpsychologisch-fundierte Psychotherapie für Erwachsene an. Diese wird sowohl als Kurzzeittherapie (25 Stunden) als auch als Langzeitbehandlung (50/80 Stunden) durchgeführt, wobei die Sitzungen in der Regel einmal wöchentlich stattfinden.

In der tiefenpsychologisch-fundierten Psychotherapie (TP) werden aktuelle Symptome und Probleme – ähnlich wie bei der analytischen Behandlung – mit früheren unbewältigten und unbewusst gebliebenen Erfahrungen in Zusammenhang gebracht. Deshalb ist es nötig sich mit frühen Lebenszeiten zu beschäftigen; allerdings steht der aktuelle Konflikt im Vordergrund. Also das, was Sie in der Regel motivierte zum Arzt oder zur Psycho­therapeutin zu gehen. In der Psychotherapie soll der aktuelle innerpsychische Konflikt eingegrenzt werden und durch den Bezug zu den lebensgeschichtlichen Ereignissen besser verstanden und letztlich auch aufgelöst werden.

In der tiefenpsychologisch-fundierten Psychotherapie hat die therapeutische Beziehung, die stellvertretend für andere (auch frühere Beziehungen) angesehen wird, eine wichtige Funktion. Die innerhalb des therapeutischen Settings auftretenden Emotionen können in dem geschützten Rahmen der Psychotherapie erfahren werden, damit bewusst gemacht und zuletzt bearbeitet werden. Zusammenhänge zwischen dem aktuellen Konflikt und zurückliegenden Erlebnissen werden dabei sichtbar und erfahrbar gemacht. So wird die Möglichkeit geschaffen, ein störendes Verhalten besser zu verstehen und allmählich zu korrigieren. Dadurch soll die Symptomatik reduziert werden und darüber hinaus eine Veränderung des unbewussten innerpsychischen Konflikts erreicht werden. Wenn dies gelingt, kann in der Zukunft ein besserer Umgang mit auftretenden Belastungen möglich werden.

Verhaltenstherapie:

In unseren Praxen bietet Frau Dr. Anna Aller Verhaltenstherapie an.

Als kognitive Verhaltenstherapeutin arbeite ich sowohl an Kognitionen (Gedanken und Einstellungen) als auch am konkreten Verhalten. Die kognitive Verhaltenstherapie (VT) geht davon aus, dass unsere Gedanken und Bewertungen bestimmen, wie wir uns fühlen. Dysfunktionale Denkmuster wie das 'Schwarz-Weiß-Denken' oder die 'Katastrophisierung' führen zu einem negativen Selbstbild und begünstigen das Entstehen psychischer Störungen. Sagen wir uns bei einer misslungenen Prüfung selbst 'Du bist zu nichts im Stande', werden wir uns schlechter fühlen als bei dem Gedanken 'Die Prüfung war dieses Mal besonders schwer'.

Wir werden gemeinsam klärungsorientiert erarbeiten, welche Erlebnisse in ihrer Biographie diese negativen dysfunktionalen Denkmuster geprägt haben, um Ihnen Ihr Handeln und Fühlen besser begreifbar und nachvollziehbar zu machen. Wir werden gemeinsam nach Gründen suchen, warum das Problem immer noch besteht oder jetzt gerade stärker ausgeprägt oder ausgebrochen ist. Die VT geht davon aus, dass dysfunktionale Denk- und Verhaltensmuster in der Biographie erlernt wurden und daher auch wieder verlernt werden können. Die negativen Denkmuster sollen im weiteren Therapieverlauf durch hilfreiche gesündere Denkmuster ersetzt werden. Des Weiteren widmen wir uns dem konkreten problematischen Verhalten, das Sie gerne ändern möchten – dazu zählen z.B. der Abbau von Ängsten und Zwängen, der Aufbau sozialer Kompetenzen, Frustrationstoleranz, Entspannungsfähigkeit und der Fähigkeit der Stressregulation.

Zusammenfassend besteht die Therapie aus drei wesentlichen Bausteinen, die teils nacheinander, teils parallel behandelt werden:

  1. Das Problem gemeinsam erfassen und analysieren, Diagnose stellen: Was genau ist das Problem und wie stellt es sich dar?
  2. Klären, wie dieses Problem biographisch entstanden ist, warum es immer noch besteht oder jetzt gerade stärker ausgeprägt oder ausgebrochen ist: Warum fühle und handle ich so, wie ich es tue?
  3. Konkrete Umstrukturierung von dysfunktionalen in hilfreiche Gedanken und Änderung des Verhaltens: Was kann ich konkret tun?

Die Wirkung der kogntiven Verhaltenstherapie ist wissenschaftlich gut belegt, daher ist sie auch eines der drei von den Krankenkassen anerkannten Therapieverfahren.